Zugfahren
Neulich habe ich in Bern einen Zug nach Thun erwischt, der ziemlich voll war. Ich ging ganz bis nach hinten in den letzten Wagen, da hatte es noch einige Plätze frei. Zuerst fiel mir auf, dass es ziemlich heiss in dem Wagen war, verglichen mit den anderen Wagen, die ich durchquert hatte. Ich merkte dann, dass ich in einem alten Wagen sitze. Mit "alt" meine ich, einer aus der Zeit, als man in Zügen die Fenster noch öffnen konnte und es keine Klimaanlage gab. Und da kam die Erinnerung, wie es früher war. Einerseits mochte ich die offenen Fenstern in Zügen, denn man kriegte im Sommer so allerhand Gerüche von draussen mit. Da war dann die Zugfahrt noch ein richtiges Erlebnis, nicht nur visuell, wie heute. Leute mit Heuschnupfen haben darum gekämpft, dass die Fenster zu bleiben und wir haben die Allergiker und Rheumatiker verärgert mit unserer Durchzugsliebe. Später dann, als ich jeweils im Raucherabteil mitfuhr, war klar, die Fenster blieben möglichst offen. Ich habe es geliebt!
Heute findet man diese Wagen leider nur noch sehr selten. Heute sitzt man im Zug wie in einem Kühlschrank, gut konserviert, bis ans Ziel. Am besten noch mit leicht getönten Scheiben, dass man sich nach kurzer Zeit gar nicht mehr vorstellen kann, wie sich draussen anfühlen könnte. Fenster kann man nicht mehr öffnen, ist ja auch nicht nötig, die stinkende Luft wird einfach runtergekühlt, dann merkt auch keiner, dass es keinen Sauerstoff mehr in der Luft hat. Und Gekühltes hält ja länger. Heutzutage leide ich im Zug. Meist tun mir alle Knochen weh, nach einer Zugfahrt. Obwohl die Züge heute speziell bequeme Sitze haben, statt der Holzbänke von früher. Es liegt an der Klimaanlage, nicht am Sitzkomfort, dass ich mich wie gerädert fühle. Dafür gibt es keinen Streit mehr im Zug um offene Fenster und Durchzug.
Dafür gibt es nun "Schwerverletzte", weil am heissesten Tag im Jahr bei der DB die Klimaanlagen ausfallen und das Öffnen der Fenster scheinbar nicht einmal mehr unter Gewalteinwirkung möglich ist. Tolle moderne Welt! Ich freue mich darüber, es tut mir zwar leid, für die Opfer dieses Problems, aber ich hoffe es passiert in diesem Sommer noch auf einigen anderen Zügen. Weil ich mir das wünsche und viel Zug fahre, nehme ich künftig immer genug Wasser mit. Denn genügend Wasser war in den Zügen auch nicht vorhanden, damit die überhitzten und dehydrierten Leute so eine Zugfahrt lebend überstehen könnten. Bravo! Man könnte meinen, dass die Grossverdiener und Chefs der DB und der SBB schlau genug wären, um sowas vorherzusehen. Sind sie aber nicht, aber Grossverdiener bleiben sie trotzdem. Tolle moderne Welt!
Heute findet man diese Wagen leider nur noch sehr selten. Heute sitzt man im Zug wie in einem Kühlschrank, gut konserviert, bis ans Ziel. Am besten noch mit leicht getönten Scheiben, dass man sich nach kurzer Zeit gar nicht mehr vorstellen kann, wie sich draussen anfühlen könnte. Fenster kann man nicht mehr öffnen, ist ja auch nicht nötig, die stinkende Luft wird einfach runtergekühlt, dann merkt auch keiner, dass es keinen Sauerstoff mehr in der Luft hat. Und Gekühltes hält ja länger. Heutzutage leide ich im Zug. Meist tun mir alle Knochen weh, nach einer Zugfahrt. Obwohl die Züge heute speziell bequeme Sitze haben, statt der Holzbänke von früher. Es liegt an der Klimaanlage, nicht am Sitzkomfort, dass ich mich wie gerädert fühle. Dafür gibt es keinen Streit mehr im Zug um offene Fenster und Durchzug.
Dafür gibt es nun "Schwerverletzte", weil am heissesten Tag im Jahr bei der DB die Klimaanlagen ausfallen und das Öffnen der Fenster scheinbar nicht einmal mehr unter Gewalteinwirkung möglich ist. Tolle moderne Welt! Ich freue mich darüber, es tut mir zwar leid, für die Opfer dieses Problems, aber ich hoffe es passiert in diesem Sommer noch auf einigen anderen Zügen. Weil ich mir das wünsche und viel Zug fahre, nehme ich künftig immer genug Wasser mit. Denn genügend Wasser war in den Zügen auch nicht vorhanden, damit die überhitzten und dehydrierten Leute so eine Zugfahrt lebend überstehen könnten. Bravo! Man könnte meinen, dass die Grossverdiener und Chefs der DB und der SBB schlau genug wären, um sowas vorherzusehen. Sind sie aber nicht, aber Grossverdiener bleiben sie trotzdem. Tolle moderne Welt!
Rockhound - 12. Jul, 09:12 Rubrik:
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