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28
Sep
2009

RockerWeisheit Nr. 23

Truthähne sind die einzigen Tiere die klüger sind als der Mensch.

- Homer Simpson in "Gloria - die wahre Liebe"

Roman Polanskis Verhaftung

Das ist schon in Ordnung so. Gefeierter Künstler hin oder her.

Roman Polanski hat in den 70er Jahren eine 13-jährige mit Drogen und Alkohol abgefüllt und sie nachher vergewaltigt. Er hat gestanden, wurde angezeigt und ist geflüchtet. Diese doofe, feige Sau! Erst Kinder ficken und dann abhauen! Unterste Schublade, Herr Polanski.

Das Opfer sei heute 45 Jahre alt und habe Polanski verziehen. Das muss sie auch, das ist Teil der Traumatherapie!

Polanski ist ein krankes Hirn. Polanski gehört eingesperrt! Er ist ein Vergewaltiger. Ich zweifle ja auch an seiner Unschuld im Mordfall seiner Ehefrau Sharon Tate (mit einem Draht erwürgt). Im Zweifel für den Angeklagten, grins, OJ Simpson hat uns da auch was gelehrt.

Jeder andere, der ein derartiges Verbrechen begeht wird öffentlich beschimpft und der Mob möchte am liebsten die Todesstrafe oder wenn schon eine Kastration. Aber den Herrn Polanski darf man nicht verhaften, weil er ist ein berühmter Regisseur. Akzeptieren wir denn schon die 2-Klassen-Gesellschaft? Arme Leute in den Knast und in die Todeszelle, reiche und berühmte dürfen tun und lassen was sie wollen? Dass die Polen ihn verteidigen (er ist polnischer Staatsbürger), kann ich ja noch nachempfinden, nach den Aussagen von deren Popel. Aber die Franzosen! (Polanski ist auch französischer Staatsbürger - Ex-Asylant! weil auf der Flucht wegen Vergewaltigung eines Kindes!!) Auch die Franzosen stehen hinter ihm und sagen damit klar, Kinderficken ist okay, solange ein reicher oder berühmter dies tut. Ich kotze fast! Merken die noch was?

Sicher, auch ich mag seine Filme, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass er eine verabscheuungswürdige Person ist, die für immer weggesperrt gehört. Ich mag Frau Widmer-Schlumpf und ihre Einstellung auch nicht, aber hier hat sie schlichtweg richtig gehandelt.

Managergesocks

Bisher habe ich's mir verkneifen können, aber jetzt geht's nicht mehr. Und ich hoffe, viele Manager lesen das hier und denken mal darüber nach.

Sagt doch der Manager am Quartalstreffen: "Bisher gab's jedes Jahr einen schönen Bonus. Dieses Jahr haben wir gemerkt, dass wir den Bonus an den Firmengewinn und die Leistung des Mitarbeiters anpassen müssen."
Hä?! dachte ich. Wieso haben die das erst dieses Jahr gemerkt? Weil erst dieses Jahr die Wirtschaftskrise greift, und vorher haben die es einfach nicht gemerkt, dass Bonus auch was mit Gewinn und Leistung zu tun hat.
Ich kann das kaum glauben, dass ein erwachsener Mensch, von dem man annehmen darf, er verfüge über ein wenig Intelligenz, sowas vor versammelter Mannschaft einfach so sagt. Schulterzuckend, man hat's halt nicht früher gewusst. Und ich reisse mir seit 20 Jahren den Arsch auf und freue mich, wenn ich mal CHF 400.-- Bonus bekomme. Ich dachte echt, das hätte was mit Leistung und Gewinn zu tun. Habe ich mich wohl geirrt!?! *knirsch*

Liebe Manager! Noch nie Tetris oder Flipper oder was ähnliches gespielt? Wenn man einen Level spielt und die Ziele nicht erreicht, spielt man den Level nochmal. In der Regel hat man drei Leben, wenn die verzockt sind, ist das Spiel aus. Wenn man das Ziel erreicht, kommt man einen Level weiter, neue Ziele, neuer Schwierigkeitsgrad. Wenn man den Level extrem gut spielt, gibt's einen Bonuslevel, da gibt's massig Punkte oder ein Extraleben. Das Wort 'Bonus' an und für sich sagt eigentlich alles darüber aus, was es ist. Aber die armen Manager, denen ging's jahrelang so gut, dass die den Bonus als festen Lohnbestandteil angesehen haben und ohne den ging's dann finanziell nicht. Ich sage, ihr Manager habt doch einfach jahrelang über eure Verhältnisse gelebt und jetzt müsst ihr was wegstreichen und das passt euch nicht. Daher wird der Bonus einfach umbenannt in variablen Lohnbestandteil. Zu diesem Zusatzverdienst kommt nun auch noch der Bonus hinzu, denn der wird natürlich nicht abgeschafft. Natürlich nicht, die Manager streichen nur Leistungen der Mitarbeiter, nicht ihre eigenen. Und für zwölf Monate Arbeit gibt's plötzlich 15 Monatslöhne.Typisch Schlipser!

Was ich auch nicht verstehe, ist diese Überheblichkeit der Manager. Sie wissen immer alles besser. Obwohl es eigentlich keinen Grund dafür gibt. Neulich wurde ein langjähriger Mitarbeiter vom Personalchef verabschiedet mit den Worten: "Mir ist zu Ohren gekommen, er hätte immer sehr gut gearbeitet."
Natürlich, der Personalchef(!) weiss das nur aus zweiter Hand. Zwar stellt er die Leute an und bezahlt ihren Lohn, was sie aber wirklich tun, weiss er nicht und es interessiert ihn auch nicht. Trotzdem trifft er Entscheidungen, was er eigentlich nicht kann, denn er weiss ja gar nicht wirklich, was wir tun. Das Schlimmste ist, dass man an den Entscheidungen nicht rütteln darf, egal wie bescheuert sie sind, aufgrund seiner Position scheint er sich nie irren zu können. Und dafür kassiert er dann auch noch einen fetten Bonus. Den er sich als Personalchef wahrscheinlich selber einfach aus der Kasse nehmen kann. Überheblichkeit -> typisch Schlipser!

In der Produktion wird festgestellt, dass ein Maschinenteil falsch montiert wird. Ein findiger Monteuer findet eine gute Lösung, die auch tatsächlich funktioniert. Trotzdem muss das Maschinenteil falsch montiert werden, weil's der Manager so will, er hat's mal so entschieden und darum kann es nicht falsch sein, auch wenn es nicht funktionert. Dass es bei der Lösung des Monteurs geklappt hat, ist lediglich das Glück der Dummen. Wenn man allerdings die Lösung dieses schlauen Monteurs akzeptieren würde, müsste man ja einen eigenen Fehler zugestehen und das ist unmöglich, sonst wäre man nicht Manager. Zudem kämen auch keine Reklamationen von Kunden. Ja, woher will der denn das wissen? Erstens ist er kein Monteur und zweitens nimmt er keine Reklamationen entgegen, dafür hat er seine Leute. Die er aber offensichtlich für dumm hält und deren Fachwissen er als zufälligen Glückstreffer sieht. Extrem überheblich -> typisch Schlipser!

Wegen mehr Bestellungen und somit mehr Arbeitsaufwand wird eine ganze Abteilung aus der Kurzarbeit genommen. Nur der Abteilungsleiter macht weiterhin Kurzarbeit und ist nicht erreichbar. Natürlich - nachvollziehbar, der Abteilungsleiter kann ja die Arbeit nicht, die seine Angestellten machen und somit ist er nicht vonnöten. Aber Lohn (und Bonus) kassiert er trotzdem. Typisch Schlipser!

Wenn ein Fussballteam ein paar Spiele nacheinander verliert, obwohl sie eigentlich gute Chancen gehabt hätten zu gewinnen, wird als erster der Trainer entlassen. Das leuchtet mir ein, denn wenn ein Team als Team nicht funktioniert, ist in erster Linie der Teamleiter schuld. In der momentanen Wirtschaftskrise werden aber die Spieler entlassen. Die Trainer bleiben und sie schaffen es nicht, dass verbleibende Team als Team zusammenzuschweissen sondern vergrössern mit ihrem überheblichen Gehabe das Misstrauen und die Teams klaffen immer mehr auseinander. Das Spiel ist zum Scheitern verurteilt, wegen einem überheblichen Schlipser! Auch wenn das Team gut sein möchte, der Schlipser schafft es schon, die einzelnen Spieler gegeneinander aufzuhetzen. Schwäche wird übrigens nicht akzeptiert, sofern der Mitarbeiter schwächelt. Der Manager darf immer schwächeln, schliesslich ist er ja der Arme und ständig unter Druck und die ganze Verantwortung und etc. seufz. Da leuchtet die Gier nach dem Bonus schon ein. Für die ganze Belastung muss man sich ja zum Trost ein neues Auto kaufen oder teuer in den Urlaub fahren. Und ohne Bonus kann man sich sowas ja gar nicht leisten. Typisch Schlipser!

Was lernen die Manager heute eigentlich noch, damit sie Manager werden? Ich vermute, sie lernen vorallem, Zahlen so hin- und herzuschaufeln, dass es schlussendlich schön aussieht, auch wenn es nicht der Wahrheit entspricht. Und wenn sie die Buchhalter verarschen können, so glauben sie, können sie das auch mit den normalen Angestellten. Glücklicherweise fehlt es dem kleinen Mann noch nicht an gesundem Menschenverstand, so wie diesen festgefahrenen Idioten.

Mir verrät ja schon die Körpersprache, sowie der allgemeine Gesundheitszustand eines Menschen, wieviel er lügt und wie sehr er unter Druck ist. Mir tun diese Schlipser schon fast leid. Jeder hat ein Burn-Out. Kein Wunder, wenn sie sich so sehr abgrenzen und rumlügen. Lügen belastet das Gehirn extrem (man darf nämlich keine Lügen vergessen, weil man sich sonst plötzlich verrät) und lügen macht auch den Körper krank. Das finde ich auch ganz in Ordnung so. :-)

Also, Manager, wenn euch in eurer Haut momentan nicht wirklich wohl ist. Wenn ihr das Gefühl habt, die Angestellten meiden euch, oder verschweigen euch was. Wenn ihr Burn-Out-Symptome mit euch rumschleppt und euch nichts sehnlicher wünscht als Urlaub und ein Ende der Krise. Wenn ihr euch unter Druck fühlt, sowohl von oben als auch von unten, dann müsst ihr euch nicht fragen, was die anderen falsch machen, dann müsst ihr euch fragen, wo ihr versagt habt! Ihr seid die Trainer, ihr tragt die Verantwortung und ihr tragt die Schuld an der Misere! Ihr ganz allein, mit eurer Gier nach Macht und mehr und mehr Geld. Wenn ihr nicht mehr erklären könnt, was das Wort 'Bonus' bedeutet, habt ihr auch keinen verdient. Oder wenn ihr denkt, alle sind dumm ausser ihr selbst, dann ist es an der Zeit, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen. Ihr habt versagt, ihr Loser!

Und wenn mein Lebensweg es zulassen würde, würde ich mich darüber freuen, aber ich lasse das jetzt mal. Ich habe die erwähnten Stories hier und da gehört, es ist mir noch nicht persönlich widerfahren, aber wehe euch, wenn ihr mir so vorbeikommt! Versucht nicht, mich zu verarschen, ich bin zu alt und habe zuviel erlebt dafür und im Grunde habe ich nichts zu verlieren, und das sollte euch wirklich Angst machen. Mag sein, dass ich keinen Akademiker-Titel habe und ein Schnelldenker bin ich auch nicht gerade, aber, ey, wenn ich verarscht werde, sowas merke ich und ich nehme das nicht einfach so hin! Wegen Karma greife ich zwar nicht an, aber wehren darf ich mich. *hrhr* Und ich wehre mich gern.
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