17
Jun
2009

Tiertransporte

Das Parlament will morgen über ein Verbot der brutalen Tiertransporte durch die Schweiz diskutieren.

Was muss man da noch diskutieren? Verbot her, aber sofort! Und alle, die finden, das sei übertrieben, sollen doch bitte mal selber von Nordeuropa nach Südeuropa hinten in so einem Tiertransport mitfahren, angekettet, ohne Wasser, ohne Futter, ohne sanitäre Anlagen. In seinem eigenen Kot wird er schon in Deutschland rumstehen müssen. Viel Spass!

Aber den Tieren sollten wir so etwas wirklich nicht zumuten. Wieso müssen die überhaupt so weit transportiert werden? Was geschieht nachher mit denen? Werden sie geschlachtet? (Könnte man mit den Parlamentariern auch machen! *gngn*) Ist unsere Fleischesgier so stark, dass wir Tiere aus aller Herren Länder hertransportieren müssen, um diese Gier zu stillen?

Ich gestehe an dieser Stelle seit dem 21. Mai 2009 kein Fleisch mehr gegessen zu haben, da es keinen Sinn macht.

Nein, ich bin kein Vegetarier geworden und habe es auch nicht vor. Verwirrt? Gut! Willkommen im Club!

Käuflich

Es ist eben so, auf dieser Welt kann man sich alles nur mit Geld kaufen. Hat man kein Geld, wird man auch niemals eine Chance bekommen. Und in unserem Land ist es fast am extremsten. Hier kriegst Du wirklich nichts, wenn Du nicht reich bist, aber wenn Du Kohle hast im Überfluss, wird dir noch mehr in den Arsch geschoppt. (Siehe Banken, ein Manager bekommt eine Antrittsentschädigung und dann eine Abgangsentschädigung, Hallo? Antrittsentschädigung? er soll doch den Job einfach nicht machen, wenn er nicht will! Wo sind wir eigentlich?)

Denen die haben, denen wird gegeben und denen die nichts haben, denen wird genommen. sagte schon Jesus vor über 2000 Jahren. Die Welt könnte sich weiterdrehen und lernen, aber das will sie natürlich nicht.

Parlament beschliesst 2-Klassen-Gesellschaft

Gestern hatte das Parlament die Idee, man könne Gesundheitskosten eindämmen indem man die Prämienverbilligung für Zusatzversicherte abschafft. Damit ist der nächste Schritt zur Zweiklassengesellschaft geschafft. Prämienverbilligung erhalten nämlich eher die Armen. Sie wird anhand des versteuerbaren Einkommens berechnet. Diejenigen, die diese Prämienverbilligung erhalten sind dringend darauf angewiesen. Das heisst aber in Zukunft, wer auf eine Prämienverbilligung angewiesen ist, muss die Zusatzversicherungen bei der Krankenkasse kündigen.

Konkret heisst das für mich, entweder ich gehe finanziell in die Totalpleite, oder ich kündige meine tolle Zusatzversicherung über ein Einbettzimmer und werde künftig, wenn ich krank bin, wieder in 6er-Zimmer gesteckt und mit schrecklichem Krankenhausfrass versorgt, ebenfalls werde ich das schlechter qualifizierte Personal abkriegen. Wer schon einmal privat gelegen ist, weiss genau, dass es so ist, auch wenn die Spitäler behaupten, das sei nicht so.

Man vergleich mal das Berner Inselspital mit dem Sonnenhofspital. Das Inselspital ist geradezu eine Metzgerei und zwar eine schmutzige.

Für mich ist es jetzt schon ein ständiges Abwägen, ob ich denn mit meinen gelegentlichen Leiden zum Arzt gehen soll. Ich habe eine Jahresfranchise von CHF 2'000.-- + 10% Selbstbehalt, zusätzlich zur Prämienverbilligung, weil ich meine Prämie sonst niemals zahlen könnte. Die Zusatzversicherung macht übrigens nur ein paar wenige Franken aus, die Hauptkosten entstehen durch die Grundversicherung, die mir gar nichts abdeckt. Seit 8 Jahren bin ich bei der gleichen Kasse versichert und ich habe sie noch nie beansprucht in der Zeit.

Es gibt andere Leute, die haben ein wenig Kopfschmerzen und gehen zum Arzt und dann zum Spezialisten und dann nehmen sie überteuerte Medis. Das sind die Leute, die die Gesundheitskosten strapazieren und "bestraft" werden müssten. Sie verhalten sich nämlich rücksichtlos gegenüber ihren solidarischen Mitversicherten.

Aber nein, natürlich werden die Armen wieder geplagt, wie immer. Schliesslich will man die Armen ja loswerden, und das geht am besten, wenn man ihnen schon mal die notwendige medizinische Grundversorgung ausser Reichweite stellt.

Vielen Dank an das Schweizer Parlament. Ich fühle mich wieder einmal sehr unwillkommen auf dieser Welt wegen euch.
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